Go to Top

Die neue AwSV tritt in Kraft

Die neue AwSV: Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen zum Gewässerschutz.

Heute, am 1.8.2017, tritt die neue AwSV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) in Kraft. Jahrelang haben Bund und Länder über die Ausgestaltung der bundesweiten Regelung diskutiert, die die länderspezifischen Verordnungen nun vereinheitlicht, strengere Sicherheitsstandards vorgibt und die Prüfpflichten erweitert. Endlich wurde eine Einigung über einen zeitgemäßen Gewässerschutz erzielt. Die wichtigsten Änderungen der AwSV haben wir für Sie zusammengefasst:

  • Für den Anlagenbetreiber gilt ab sofort, dass er Stoffe und Gemische, mit denen er in seinen Anlagen arbeitet, selbst in die vorgegebenen Wassergefährdungsklassen (WGK) einstufen mus. (Die Einstufung erfolgt im Einklang mit den Vorgaben der CLP-Verordnung)
    • Als „nicht wassergefährdend“ werden bspw. Lebensmittel und Tierfutter (außer Silage) eingestuft.
    • In die Wasserklassen 1 bis 3 („schwach“, „deutlich“ und „stark wassergefährdend“) werden Stoffe und Gemische anhand der für sie geltenden R-Sätze und Gefahrenhinweise eingestuft.
    • „Allgemein wassergefährdend“ sind Jauche, Silage, Wirtschaftsdünger, Gärsubstrate etc.
    • Solange ein Stoff oder Gemisch nicht eingestuft ist, gilt er als stark wassergefährdend (WGK 3).
  • Je nach WGK der relevanten Stoffe und Gemische, die in seiner Anlage vorhanden sind, muss der Betreiber seine Anlage einer Gefährdungsstufe zuordnen. JGS-Anlagen werden keiner Gefährdungsstufe zugeordnet.
  • Einwandige unterirdische Behälter für Flüssigkeiten sind ab sofort unzulässig.
  • Es gibt weitreichende Vorgaben zu anlagenbezogenen technischen Sicherheitsstandards bei Planung, Errichtung und dem Betrieb von Anlagen. Außerdem besteht eine Pflicht zur umfangreichen Anlagendokumentation.
  • Der Betreiber von größeren Anlagen muss diese regelmäßig durch Sachverständige überprüfen lassen.
  • Es muss eine geeignete Rückhaltung bei Brandereignissen gegeben sein.

Die wichtigsten Änderungen der AwSV haben wir für Sie in einer kurzen Info zusammengefasst. Als Experten für betrieblichen Umweltschutz beraten wir von HÖPPNER Sie gerne bei auftretenden Fragen rund um die neue AwSV. Wir stellen externe Gewässerschutzbeauftragte für Ihr Unternehmen, helfen Ihnen bei der Einstufung nach Wasserklassen und Gefährdungsstufen und unterstützen Sie bei der Erstellung rechtskonformer Dokumente (Betriebsanweisungen, Anlagendokumentation, Notfall-, Überwachungs- und Instandhaltungspläne) für Ihre prüfpflichtigen Anlagen. Kontaktieren Sie uns gerne!

, , , , ,